VORBEUGUNG/NACHWEIS

Eines von der EU meisterfassten Probleme ist die Prävention und die Aufdeckung der Gewaltexistenz an Kindern. Es liegt ein Mangel an präventiven Maßnahmen gegen Gewalt vor. Im Besonderen im Hinblick auf die notwendige Bildung von Lehrern, Familien und den Kindern selbst und die Unterschätzung von Gewaltopfern aufgrund verdeckter und nicht gemeldeter Gewaltfälle, z.B. aus Angst- oder Schamgründen.

 

Das SAVE-Konzept wurde entworfen, um diesen Problemen mit bestimmten Maßnahmen entgegenzuwirken, wie:

  • Das Ausstatten der Kinder mit allen notwendigen Mitteln, um sich selbst schützen zu können;
  • Die Förderung und Unterstützung der Rolle der Schule und der Wertschätzung der Lehrer, um deren Kompetenzen und Fähigkeiten in ihrer Arbeit mit der Prävention und der Aufdeckung von Misshandlungen zu stärken.
  • Das Training für jeden Erwachsenen, der eine Beziehung zu einem Kind hat, Gewalt- und Misshandlungsfälle zu erkennen und Hilfe zu suchen;
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Des Weiteren hat sich durch eine tiefgreifende Analyse in den sechs beteiligten Länder des SAVE-Projekts herausgestellt, dass es immer noch keine eng gefasste Verbindung zwischen der Prävention und der Aufdeckung von Gewalt gibt und dass sich vorherige Präventionsmaßnahmen nur auf einen Gewalttyp fokussiert haben.

 

Deshalb, beginnend mit den oben genannten Themen, basiert das SAVE-Konzept auf den Annahmen, dass:

  • Es eine kontinuierliche Verbundenheit und Interaktion zwischen den verschiedenen Prozessen: Prävention, Aufdeckung und Case Management gibt;
  • Alle Arten von Gewalt in allen Prozessen aufgenommen werden. Im Genauen, beginnt das SAVE-Konzept mit einer Definition von Prävention als einem zweiseitigen Prozess, der eine Perspektive der Gesundheitsförderung mitberücksichtigt und festlegt, dass:
  • Das Konzept zu erlittener/ausgeübter Gewalt mit einer Einbeziehung vom Umgang mit Gewalt erneuert werden muss, wobei ein Know-how über Selbst- und Heteroschutz versichert wird;
  • Ein Training als Hauptstrategie vorgesehen wird, um alles Nötige zur Prävention und zur Aufdeckung von Gewalt zu erlernen;
  • Die Themen Prävention und die Aufdeckung von Gewalt den gesamten Mitarbeitern bekannt sind. Dies kann durch bestimmtes Training, die Sicherung von Schutz und Gesundheit für alle umgesetzt werden.

DIE MODULE DER PRÄVENTION/AUFDECKUNG SIND SEHR ENG MITEINANDER VERBUNDEN UND WERDEN IN DREI ERLERN-SCHRITTE AUFGETEILT:

1. Verteidigungstraining

Dieser erste Schritt sieht vor, dass die SAVE-Leiter das SAVE-Projekt und die vorgesehenen Trainingsaktivitäten zu den Verteidigungsfähigkeiten für den eigenen und den Schutz anderer in der eigenen Projektgemeinschaft verbreitet.

Nachdem Teilnehmer gesammelt wurden, werden die SAVE-Leiter ein Training ansetzen, welches die Teilnehmer umfassend darüber schult, wie Gewalt entsteht, wie man mit dieser umgeht und wie man damit konfrontiert werden sollte. Im Genauen ist das Verteidigungstraining eine zusätzliche Weiterbildung darüber, wie man Kindern eigene und Heteroverteidigungskompetenzen lehrt und wie man die Aufdeckung von Gewalt an Kindern unterstützen kann. Dies wird durch die Durchführung von Workshops für Minderjährige realisiert.

 

Das Verteidigungstraining wird auch als eine machbare Lösung angesehen, um ein mögliches Aufdecken von erlebter Gewalt in der Kindheit von Erwachsenen zu unterstützen. Am Ende dieses Trainings gibt es Fachleute zur Förderung, die sich mit den Prozessen zum Aufdecken und Nachweisen von Gesundheits- und Gewaltfällen innerhalb der Projektgemeinschaft auskennen.

2. Voice vs. Violence-Workshop (dt. Stimme vs. Gewalt-Workshop)

Der zweite Schritt beinhaltet einen Voice vs. Violence-Workshop. Der Workshop besteht aus Treffen zwischen den Helfern und den Kindern: Das Ziel ist es, die Kompetenz des Selbstschutzes und dem anderer zu fördern.

 

In dieser Phase kann es aufgrund des Workshopthemas und der Verwendung spezieller interaktiver Beweismethoden vorkommen, dass das Thema Gewaltaufdeckung auftritt.

 

In Situationen wie diesen wird von den SAVE-Leitern genau beobachtet, welche Helfer dies betrifft. Außerdem erhalten die Helfer ein Kompendium in dem besondere Maßnahmen für den Fall einer Gewaltaufdeckung beschrieben werden, wie der Gewährleistung von Privatsphäre, das Anhören und Sammeln des Beweistextes sowie die richtige Durchführung einer Berichterstattung (d.h. Informieren des zuständigen Fachpersonals, das für das Management von Gewaltfällen zuständig ist).

 

Das Resultat dieses Workshops wird lauten: Gewaltaufdeckung (falls welche vorhanden ist). Dazu soll durch Gruppenarbeit ein Video von den Kindern produziert werden, die auf die folgenden Fragen antworten: Was ist Gewalt? Was kann man machen, bevor es zur Gewalt kommt (Gewaltvermeidung)? Und: Was kann man machen, wenn einem selber oder einem Freund Gewalt wiederfahren ist?

3. SAVE-Video

Der dritte Schritt, das SAVE-Video, ist eine Aktion für alle Bürger. In dieser Phase wird, nachdem die produzierten Videos der Gruppen von jedem Partnerland ausgewählt wurden, ein Gesamtvideo erstellt, das als SAVE-Projektvideo bezeichnet wird.

 

Sobald wir das SAVE-Video erhalten haben, folgt eine Ermittlung von institutionellen und nicht institutionellen Inhalten, die das Video enthält. Diese werden der betroffenen Gruppe von uns selbst zugesendet, um das Management von Gewaltfällen zu unterstützten.

 

Diese Aktion zeigt, dass eine wachsende Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und der Verantwortlichen zum Thema Gewalt an Kindern notwendig ist.

INNOVATION

Das SAVE-Projekt ist in erster Linie auf die Unterstützung von Gewaltopfern ausgerichtet. Tatsächlich ist das Hauptziel des Projektes die Schaffung eines bestimmten öffentlich-privaten Interventionsmodells, das für die Bereitstellung von spezialisierter Unterstützung von Gewaltopfern (Kinder und Erwachsene, die Gewalt in ihrer Kindheit erlitten haben) für einen mittel und langfristigen Zeitraum mit einem besonderen Fokus auf die IKT-Tools-Planung und Entwicklung, begleitet von Maßnahmen zur Prävention und der Aufdeckung von Gewaltfällen gegen Kinder und Jugendliche auf EU-Ebene sorgt. Insbesondere liegt der Mehrwert des SAVE-Projekts im gewählten Schwerpunktbereich der Schaffung eines umfassenden und operativen Interventionsmodells, das durch Leiter und Entscheidungsträger auf EU-Ebene dank der gemeinsamen Arbeit an der Modellierung, beim Experimentieren und der Anpassung anwendbar ist, die auf den Kriterien der „Modularität der Intervention“ basiert.

Zusätzlich basiert das SAVE-Modell auch auf innovativen IKT-Tools (soziale Medien, Web 2.0 und Fernunterrichtsmaterialien), die alle Informationen bereitstellen.

 

Das von mehreren EU-Spezialisten und Experten gemeinsam entwickelte SAVE-Modell der Intervention zielt darauf ab, EU-Entscheidungsträgern und Leitern ein neues, in sechs Ländern geplantes und geprüftes Instrument für die sozialpolitische Planung im Bereich der Prävention, der Aufdeckung und dem Case Management von Gewalt zu geben.

 

Dieser innovative Ansatz, der auf europäischer Ebene entwickelt wurde, wird auch den Partnern dabei helfen, sich mit zwei wichtigen EU-Politiken zu befassen: Förderung der öffentlich-privaten Partnerschaft und Verbesserung der Nutzung von IKT-Tools auch in sozialen Themen, wie in der Europa 2020 Strategie (digitale Agenda) angegeben.

Erkannte Probleme
Projektziel
  • Kinder, die zu Gewaltopfern wurden, werden in der Regel unterstützt, wenn Gewalt auftritt; jedoch nicht über einen langfristigen Zeitraum.
  • Die Unterstützung misshandelter Kinder, auch noch Jahre später nach dem Missbrauch, über einen mittel- und langfristigen Zeitraum ist kostspielig und führt zu einer „Privatisierung der Unterstützung – Therapie“.
  • Kosteneffiziente Lösungen studieren und erforschen für eine effiziente globale Herangehensweise an Gewalt (Prävention, Gewaltaufdeckung, Erste Hilfe, mittel- und langfristige Betreuung) durch ÖPP-Initiativen und IKT-Tools.
  • Die Einspannung des privaten Sektors (NROs) wirft Probleme der Standardisierung auf.
  • Der Mangel an Innovationen in Methoden und Mitteln, die zu einem schlechten Angebot traditioneller kostspieliger Lösungen führt (neue IKT-Tools werden benötigt).
  • Das Wissen der lokalen Mitarbeiter über Win-Win-Modelle in den EU-Ländern zu erhöhen und den Personaltransfer zu begünstigen.
  • Um ein innovatives Interventionsmodell (mit verwandten anwendbaren Mitteln) zu realisieren und zu testen, damit sich die SVV-Qualität auf europäischer Ebene erhöhen kann, auch dank IKT-Lösungen für das Case Management.
  • Der Mangel an präventiven Maßnahmen gegen Gewalt, insbesondere gegenüber den Verantwortlichen für die Kindererziehung (Lehrer und Familien) und den Kindern selbst.
  • Unterschätzung der Zahl der Gewaltopfer in ganz Europa auf Grund der Tatsache, dass die meisten Fälle verdeckt und nicht gemeldet sind, aus Angst- oder Schamgründen.
  • Um die Kinder mit den nötigen Mitteln zum Selbstschutz auszustatten.
  • Um die Rolle der Schulen zu fördern und zu unterstützen und die Rolle der Lehrer zu fördern und ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen auf dem Gebiet der Prävention und Aufdeckung von Missbräuchen zu stärken.
  • Um jeden Erwachsenen, der eine Beziehung zu einem Kind hat, ein Mindestmaß an Training gewährleisten zu können, um einen Hilferuf zu erkennen.
  • Ein allgemeines geringes Bewusstsein über die Größe des Problems der Entscheidungsträger und Institutionen, die im sozialen Bereich tätig sind.
  • Die Öffentlichkeit informieren und nach ihrer Meinung fragen, damit jeder aktiv an der Förderung und Bestätigung der Rechte der Kinder teilnehmen kann.
  • Das Bewusstsein für den Schutz Minderjähriger vor einem Missbrauchsrisiko fördern, auch durch Medien, Websites und den Mobilfunk.